Hi, ich bin Jessica 👋

Und ich freue mich, dass du hier bist.
Warum ich mich mit Minimalismus beschäftige? Ganz ehrlich: weil ich mir mehr Ruhe, weniger Stress und ein Zuhause wünsche, in dem ich mich wirklich wohlfühle. Es gibt kaum etwas, das mich mehr stresst als Unordnung. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass Aufräumen viel anstrengender wird, wenn man einfach zu viele Dinge besitzt.


Für mich ist es unglaublich wichtig, dass jedes Teil seinen festen Platz hat. Besonders bei unserem Umzug ist mir erst richtig bewusst geworden, wie viel man tatsächlich besitzt – und wie wenig man davon eigentlich braucht. Viele unserer Sachen waren fast ein halbes Jahr eingelagert und als ich die Kisten später ausgepackt habe, dachte ich mir bei der Hälfte nur noch: „Das kann eigentlich weg.“ Ich hatte die Dinge nicht einmal vermisst.
Genau da hat bei mir ein großes Umdenken angefangen.


Besonders mein Kleiderschrank war früher komplett überfüllt. Ich hatte über 200 Kleidungsstücke – wenn nicht sogar mehr – und trotzdem oft das Gefühl, nichts richtig gerne anzuziehen. Inzwischen habe ich meinen Kleiderschrank auf ungefähr 80 Teile reduziert und selbst das fühlt sich manchmal noch nach zu viel an. Noch heute finde ich regelmäßig Dinge, bei denen ich genau weiß: Ich werde sie niemals vermissen.
Und genauso geht es mir inzwischen auch mit vielen anderen Bereichen im Haushalt.


Gerade online sieht man oft diese perfekten Küchen mit unzähligen Behältern, speziellen Dosen und Produkten für wirklich alles. Natürlich mag ich Ordnung und ein einheitliches Zuhause auch sehr gerne – deshalb habe ich auch einige Vorratsdosen, die ich beschrifte und bewusst nutze. Dinge wie Haferflocken, Reis oder Nudeln fülle ich gerne um, weil alles dadurch seinen festen Platz hat und weniger herumfliegt. Aber ich hinterfrage inzwischen viel stärker, was wirklich sinnvoll ist und was eigentlich nur für die Optik gekauft wird.


Ein gutes Beispiel dafür ist Öl: Warum sollte ich Öl extra in eine „ästhetische“ Flasche umfüllen, wenn ich die originale Flasche sowieso zusätzlich behalten muss? Am Ende hat man doppelt so viele Dinge, obwohl man eigentlich minimalistischer leben möchte. Genau solche Kleinigkeiten haben mir gezeigt, wie schnell man sich auch beim Thema Ordnung und Ästhetik wieder zu unnötigem Konsum verleiten lässt.


Deshalb habe ich angefangen, Schritt für Schritt auszumisten und vieles in meinem Zuhause neu zu organisieren. Besonders unsere Küche habe ich bewusst so geplant, dass möglichst alles hinter Schränken verschwindet und die Arbeitsflächen frei bleiben. Kaffeemaschine, Mikrowelle und Heißluftfritteuse haben ihren festen Platz hinter Türen, damit weniger visuelle Unruhe entsteht. Und ehrlich gesagt liebe ich dieses Gefühl von Klarheit inzwischen total.
Ich beschäftige mich jetzt seit ungefähr zwei Jahren intensiv mit Minimalismus und bewusstem Konsum – und ich bin noch lange nicht fertig. Wahrscheinlich wird dieser Prozess mich noch viele weitere Jahre begleiten. Aber genau das finde ich überhaupt nicht schlimm. Denn mit jedem Schritt merke ich, wie ruhiger ich werde, wie viel wohler ich mich Zuhause fühle und wie gut mir diese Veränderung tut.


Und genau das möchte ich hier weitergeben.
Nicht Perfektion. Nicht das perfekte Pinterest-Zuhause. Sondern die Erfahrung, dass weniger Besitz oft mehr Ruhe schafft. Dass man nicht jeden Trend mitmachen muss. Und dass bewusster Konsum dabei helfen kann, sich wieder auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind – Zeit mit der Familie, Ruhe im Alltag und ein Zuhause, das sich leicht und angenehm anfühlt 🌿

„Beim Minimalismus geht es nicht darum, die Dinge zu entfernen, die du liebst. Es geht darum, die Dinge zu entfernen, die dich von den Dingen ablenken, die du liebst.“
– Joshua Becker